Geschichte im Überblick

Der Beginn der Pfarrfrauenarbeit in der Braunschweigischen Landeskirche

1937 im Mai soll es eine 1. Freizeit für Pfarrfrauen im Haus Daheim in Bad Harzburg gegeben haben, laut mündlicher Überlieferung.

1947 im Mai Freizeit für Pfarrfrauen aber auch Ausgebildete Kräfte in der Jugendarbeit treffen sich zu einer Rüste in Bad Gandersheim.

28. Februar - 1. März 1956 Einladung zur Pfarrfrauenfreizeit durch den Pfarrer Walter Deppe und die Leiterin der Frauenhilfe Erika Kob.

1955 übernimmt Frau Charlotte Damrow die Leitung des Pfarrfrauenkreises auch auf EKD Ebene.

1962 übernehmen zusammen mit Frau Damrow, Gertrud Deppe, Erika Kob, Hedwig Gagelmann, Ursula Gravenhorst und Lieselotte Pförter den Dienst an Pfarrfrauen, Pfarrbräuten und Pfarrwitwen.

1969 übernahm Frau Ilse Heintze die Leitung des Pfarrfrauendienstes wie er jetzt heißt.

Frau Heintze lädt jährlich zu einem Pfarrwitwentag ein.

Ab 1972 werden zu den Januar Rüsten jetzt auch Herbstfreizeiten für die jüngeren Pfarrfrauen mit Kindern angeboten. Zunächst in Dassel, Beienrode und später auf dem Hessenkopf.

1972 gibt es eine erste Wahl der Pfarrfrauen - Vertretung. Gewählt werden Renate Apitz, Gertud Padel, Dr. Zimmermann. Lieselotte Bosse, Ingrid Blöhbaum und Magdalene Schreyer. Die Leitung hat Ilse Heintze.

1977 findet die zweite Wahl der Pfarrfrauen - Vertretung statt. Im Oktober stirbt Frau Heintze und Frau Apitz wird die neue Beauftragte des Pfarrfrauendienstes, auch in der EKD.

Seit 1980 gibt es das Abendschoppen

1981 im November wird wieder die Pfarrfrauen - Vertretung gewählt. Frau Renate Apitz wird wieder als Beauftragte gewählt.

1982 tritt die Frau des Bischofs Frau Ursula Müller dem Team bei.

Es wird alle 4 Jahre eine neue Vertretung gewählt durch Briefwahl. Alle Pfarrfrauen sind wahlberechtigt.

Es werden 5 Pfarrfrauen gewählt und zwei werden ins Team berufen.

2006 wurden in die Pfarrfrauen - Vertretung folgende Pfarrfrauen gewählt.: Annegret Kopkow, Sibylle Gerloff, Elke Obermann, Heinke Kiy, Renate Senftleben und Berufen wurden: Ines Schwartz - Hoffmeister und Astrid Kruse

2010 wird es neue Wahlen geben.

 

 

 

 

Pfarrfrauen im Wandel

Wer das Wort Pfarrfrau hört oder liest, hat ein spezielles Pfarrfrauenbild vor Augen. Oft ist es das Bild der Frau des Ortspfarrers seiner Kirchengemeinde. Aber so unterschiedlich wie Frauen allgemein sind, sind es auch Frauen von Pfarrern. Was alle Pfarrfrauen gemeinsam haben, ist der Umstand, dass ihr Ehemann ein Pfarrer ist. Das Leben mit einem Pfarrer und das Familienleben im Pfarrhaus unterscheidet Pfarrfrauen von anderen verheirateten Frauen.

Ein ganz eigenes Bild von der Frau eines Pfarrers hat Laura. Laura ist 6 Jahre alt und geht in den Kindergottesdienst. Laura sitzt neben mir und der Vikar begrüßt alle. Sie zeigt auf den jungen Mann in unserem Kreis und fragt mich: "Wer ist das?"Das ist Herr ... der Vikar hier in unserer Gemeinde ist" antworte ich. "Was ist ein Vikar?" fragt sie weiter. "Das ist jemand, der bald Pastor wird", beantworte ich ihr Frage. "Hat der auch eine Frau?" möchte sie wissen. "Nein, Herr … ist nicht verheiratet", sage ich ihr. "Dann kann er auch nicht Pastor werden" kommentiert Laura. Verwundert frage ich sie: "Wieso denn nicht?" Sehr bestimmt bekomme ich zur Antwort: "Wie soll er denn die ganze Arbeit allein schaffen?"

Die erste Pfarrfrau, Käte Luther, hat natürlich ein bestimmtes Pfarrfrauenbild geprägt. So wie sich das Bild der Frau in der Gesellschaft veränderte, hat sich auch das Rollenverständnis und das Bild der Pfarrfrau verändert. Geblieben ist die Frau, die mit einem Pfarrer verheiratet ist und in einem Pfarrhaus lebt. Wie sie mit ihrem Mann und den Kindern (sofern das Ehepaar Kinder hat) in einem Pfarrhaus lebt und ob und wie sie in ihrer Gemeinde mitarbeitet, ist von Pfarrfrau zu Pfarrfrau unterschiedlich. Für viele Pfarrfrauen ist das Leben im Pfarrhaus eine große Herausforderung. Durch die Residenzpflicht, das damit verbundene Leben in der Öffentlichkeit und die daraus resultierende Einschränkung der Privatsphäre unterscheidet sich das Leben im Pfarrhaus deutlich zum Wohnen in anderen Häusern. Erwartungen der Gemeinde an engagiertes Ehrenamt, eigene Berufstätigkeit und Familie, sowie die zeitlich unregelmäßige Arbeit des Pfarrers sind nicht leicht zu vereinbaren.

Aus der gemeinsamen Lebenssituation heraus entstand bei Pfarrfrauen der Wunsch nach mehr Kontakten untereinander. Es kam zu ersten Treffen auf privater Ebene. Das Leben im Pfarrhaus und mit einem Pfarrer an ihrer Seite verband die Frauen. Sie erlebten, dass ihr Leben anders war als das Leben "normaler" Frauen in der Gemeinde. Erwartungshaltungen der Gemeindemitglieder, des Kirchenvorstandes und des Landeskirchenamtes waren ausgesprochen und unausgesprochen vorhanden. Auch wenn sich die Erwartungshaltungen im Lauf der Jahre verändert haben, spüren die Frauen bis heute den Unterschied zwischen "normaler Gemeindefrau", "Pfarrfrau" und "Frau des Pfarrers".

Aufgrund der unterschiedlichen Lebenssituationen der Frauen wurden in der Braunschweiger Landeskirche 1947 von Ilse Brunner Pfarrfrauennachmittage eingerichtet. Diese Nachmittage fanden in privaten Wohnzimmern der Pfarrfrauen statt. Es wurde in der Bibel gelesen. Choräle wurden gesungen und es wurde über aktuelle Probleme und Themen gesprochen. Der persönliche Austausch durfte nicht fehlen. Die Leitung dieser Nachmittage hatte Ilse Brunner von 1947-1955, Charlotte Damrow von 1955-1968 und Ilse Stange von 1966-1975.

Die erste Rüstzeit für Pfarrfrauen fand (laut mündlicher Überlieferung) 1937 statt. Die Frauen trafen sich in Bad Harzburg im Haus Daheim. 1947 gab es wieder eine Einladung zu einer Rüstzeit. Dieses Mal trafen die Frauen sich in Bad Gandersheim. Die Unterlagen des Archivs des Landesverbandes der Ev. Frauenhilfe Braunschweig e.V. zeigen, dass die Pfarrfrauenarbeit zunächst ein Arbeitszweig der Frauenhilfe war. So geht z.B. die Einladung zur Pfarrfrauenfreizeit 1956 auf die Initiative des damaligen Geschäftsführers des Landesverbandes der Ev. Frauenhilfe Pastor Walter Deppe und der Leiterin der Ev. Frauenhilfe Erika Korb zurück. Die Leitung dieser Tagung übernahm Frau Charlotte Damrow.

Über Anlaufschwierigkeiten berichtet Pastor Walter Deppe in einem Brief an Frau Korb: Wenn das Landeskirchenamt die Sammlung der Pfarrfrauen nur zögernd und zum Teil mittragen will, darf das für die Sache selbst keine Hinderung sein.

Die seit 1956 stattfindenden Pfarrfrauenfreizeiten wurden als willkommene Ergänzung zu den monatlichen Treffen der Pfarrfrauennachmittage verstanden. Bis 1969 leitete Charlotte Damrow diese Tagungen und blieb den teilnehmenden Frauen in guter Erinnerung. Ilse Stracke schrieb dazu: "Charlotte Damrow leitete mit viel Liebe und Klugheit diese Tagungen. Sie führte sie mit viel Freudigkeit und Einfühlungsvermögen durch." Nach einem Schlaganfall konnte sie diese Arbeit nicht mehr ausüben.

Daraufhin trat das Landeskirchenamt im Juni 1969 an die Pfarrfrauen mit der Bitte um die Nennung einer Nachfolgerin in der Leitung des Pfarrfrauendienstes heran. Ilse Heintze war bereit, das Amt in Zusammenarbeit mit einem Team zu übernehmen. Zur engeren Mitarbeit erklärten sich Elisabeth Oelker und Renate Apitz bereit. Diese Frauen legten den Grundstein zu den Wahlen eines Pfarrfrauenteams. Im Anhang ist eine Wahldokumentation über die folgenden Jahre zu finden.

Aus den Anfängen dieser Arbeit erwuchs durch den engagierten Einsatz der Pfarrfrauen der Pfarrfrauendienst. Die Frauen erarbeiteten sich eine Satzung und 1972 wurde in der Landeskirche Braunschweig erstmalig eine Pfarrfrauenvertretung gewählt.

Das Pfarrfrauenteam hatte damals wie heute die Aufgabe, sich um die verschiedenen Veranstaltungen der Pfarrfrauen zu kümmern. Das waren unter anderem: Pfarrfrauentag und Pfarrfrauen - Tagungen, Teilnahme und Mitarbeit an den EKD  Tagungen, Kontakte und Treffen mit Pfarrfrauen aus der DDR, Mutter und Kind Tagungen, Abendschoppen.

1969 nahm sich Ilse Heintze in besonderer Weise auch der Pfarrwitwen- und Ruheständlerinnenarbeit an. Seitdem gibt es einen Pfarrwitwentag und eine Freizeit, die jährlich stattfinden. Heute unter der Leitung eines Teams aus Ruheständlerinnen. Ingrid Hampel, Sigrid Länger, Helga Reiter und Irma Fiedler gestalten diese Arbeit.

Ein weiterer Schwerpunkt für das Pfarrfrauenteam wurde die Arbeit für die geschiedenen Pfarrfrauen. Hier zeigte sich, dass eine Vernetzung mit den anderen Landeskirchen auf EKD Ebene sehr wichtig war. Eine Koordinierungsgruppe Überleben Leben wurde ins Leben gerufen. Mit der unten stehenden Grafik wird gut deutlich, worin der Unterschied der Frauen in dieser Situation besteht.

Auf Anregung von Ursula Müller kam es zu Kontakten mit der indischen Partnerkirche. Eine Partnerschaftsarbeit zu indischen Frauen und später zu indischen Pfarrfrauen wurde ins Leben gerufen.

Alle Pfarrfrauenarbeit geschah und geschieht bis heute ehrenamtlich. Eine Begleitung in den unterschiedlichsten Lebenssituationen der Frauen findet nebenbei statt. Nicht zu unterschätzen sind die seelsorgerlichen Gespräche, die während den Veranstaltungen untereinander geführt werden. Das geknüpfte Netz unter den Frauen trägt und wird getragen. Mit dem Lied: Mit zu füreinander sind wir lebendige Steine lässt sich die Arbeit und das Miteinander vielleicht am besten ausdrücken.

Durch die geänderte Lebenssituation und dem damit zusammenhängendem Lebensgefühl der Frauen heute, hat sich die Lebenssituation der Pfarrfrau natürlich auch gewandelt.

Musste früher im Landeskirchenamt unterschrieben werden, dass die Frau auf die Ausübung ihres Berufes verzichtet, ist heute der überwiegende Teil der Frauen erwerbstätig. Wie in der ganzen Gesellschaft sind auch bei den Pfarrfamilien die Geburten der Kinder rückläufig.

Heute ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Frauen Pfarrerinnen werden. Dadurch gibt es Pfarrmänner, die aber nicht durch den Pfarrfrauendienst vertreten werden.

Sowie sich das Bild des Pfarrers gewandelt hat und auch immer noch verändern wird, verändert sich das Bild des Pfarrhauses. Die Residenzpflicht ist noch nicht abgeschafft. Die Eheleute und die Kinder leben damit in der Öffentlichkeit und unterscheiden sich hierin von anderen Gemeindemitgliedern. Zum Leben mit der Residenzpflicht schreibt eine Pfarrfrau: …Und plötzlich änderte sich mein Leben. Eben noch lebten wir in einer kleinen Wohnung in Braunschweig und gingen unseren Ausbildungen nach. Da wurde meinem Freund angekündigt, wo er seine erste Stelle anzutreten und künftig zu leben habe. Wollten wir weiter zusammenleben, mussten wir heiraten und gemeinsam in eine 175 qm große Wohnung aufs Dorf ziehen. Plötzlich war alles, was wir taten, öffentlich. Wann brennt wo das Licht? Wo ist sie denn den ganzen Tag? Warum ist sie beim Frauenhilfstreffen nicht dabei? Wie oft putzt sie die Fenster? Wieso wischt sie die Treppe abends? Wer kommt da zu Besuch? Wer aus der Gemeinde wird privat eingeladen und warum? Wenn ich von meiner Arbeitsstelle nach Hause kam, musste ich erst "durch die Gemeinde", um nach oben in unsere Wohnung zu kommen. Entweder wurde ich durch die Frauenhilfe oder den Seniorenkreis oder eine Beerdigungsgesellschaft nach meinem woher und wohin befragt. Dabei erledigte ich für meinen Mann Terminabsprachen, Konfirmandenanfragen oder Kondolenzgespräche. Inzwischen wurde es als eine Art Ehre betrachtet, wenn ich an Kreisen der Gemeinde teilnahm. Mit mir persönlich hatte es zunächst nichts zu tun.

Eine andere Frau berichtet: "Seit mehreren Jahren lebt unsere Familie im Pfarrhaus. Unser Haus liegt einige Straßen von der Kirche und den Gemeinderäumlichkeiten entfernt. Ich bin berufstätig. Wir haben zwei Kinder und ich bin in unserer Gemeinde u. a. in der Leitung verschiedener Gruppen engagiert. Seit einigen Jahren bin ich selbstständig im pädagogisch-medizinischen Bereich. Gern hätte ich in unserem Haus eine kleine Praxis eingerichtet, wie viele meiner Kollegen es getan haben. Der Platz wäre vorhanden. Doch die Wohnvorschriften für Pfarrhäuser erlauben dieses nicht. Ich musste mir Räume außerhalb mieten und habe dadurch gegenüber den "frei" wohnenden Kollegen einen Nachteil in der Erreichbarkeit, der Zeitersparnis des Weges und der Flexibilität der Familie gegenüber."

Selten bleibt ein Pfarrer ein Leben lang in einer Gemeinde. Da ein Stellenwechsel auch Wohnortwechsel bedeutet, muss die Familie mit umziehen. Eine Frau mit vier Kindern berichtet: "Als fest stand, dass mein Mann eine neue Stelle antreten würde, meinten Gemeindemitglieder zu mir, dass die Familie ja nicht mit umziehen müsse. Die neue Stelle wäre ja gut mit dem Auto zu erreichen und es würden viele aus der Gemeinde den Weg in die Stadt fahren. Über die Unwissenheit der Gemeindemitglieder war ich erstaunt. Den Menschen war nicht klar, dass der Pfarrer samt Familie in die neue Gemeinde umziehen muss. Stellenwechsel heißt zugleich auch Wohnungswechsel. Oft scheint die neue Stelle des Mannes beruflich günstiger. Das Haus erfüllt diese Bedingungen leider nicht immer. Pfarrhäuser sind manchmal zu klein für eine große Familie oder zu groß für eine kleine Familie. Die dazugehörigen Gärten sind auch nicht gerade pflegeleicht. Aber ob Gartenfan oder nicht, der Garten gehört zum Pfarrhaus und er muss gepflegt werden. In der Gemeinde bin ich mit Menschen ins Gespräch gekommen, die nicht wussten, dass wir für das Wohnen im Pfarrhaus Miete (Dienstwohnungsvergütung) zahlen müssen. Sie dachten, das Wohnen sei frei für die Pfarrersfamilie. Schwierigkeiten durch den Umzug haben auch oft die Kinder. Sie verlieren Freunde am Ort, müssen einen Schulwechsel verkraften und verlieren ihr gewohntes Zuhause. Das Leben der Kinder im Pfarrhaus unterscheidet sich auch vom Leben anderer Kinder. Sind die Gemeinderäume mit im Pfarrhaus, ist eine Einschränkung der Lebensqualität ziemlich offensichtlich. "Seid leise, unten tagt der Kirchenvorstand." Oder anders herum, "der Chor übt so laut, wir können nicht schlafen". Durch Umzüge und Auszug aus der Dienstwohnung beim Eintritt des Ruhestandes des Pfarrers, haben die Kinder kein Elternhaus, wie sie es hätten, wenn der Pfarrer sein Berufsleben an einem Ort und im eigenen Haus wohnen würde.

Eine andere Frau erzählt über den Stellenwechsel und damit auch den Wohnungswechsel folgendes: Als mein Mann nach 12 Jahren Gemeindepfarramt in eine übergemeindliche Stelle wechselte, konnten wir in ein eigenes Reihenhaus ziehen. Die Kinder vermissten hier anfangs ihre Freunde, das Fußballspielen im Pfarrgarten und das Tischtennisspielen im Gemeindehaus. Uns Eltern gefiel der kleine überschaubare Garten und die Möglichkeit, ihn gleich vom Wohnzimmer aus über die Terrasse zu betreten. Ungewohnt still war es hier. Keine Haustürklingel, kaum dienstliche Telefongespräche und kein Tippelbruder an der Tür. Anfangs fühlten wir uns wie im Urlaub. Ich konnte sogar auf der Terrasse im Liegestuhl liegen, ohne mich beobachtet zu fühlen.

Für Menschen, die mit dem Leben im Pfarrhaus nicht vertraut sind, sind viele Schwierigkeiten des Lebens im Pfarrhaus nicht bekannt und oft nicht vorstellbar oder nachzuvollziehen.

Die Pfarrfrauenarbeit hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Sie hat sich den Bedürfnissen und den Gegebenheiten der Frauen angepasst. Als äußeres Zeichen hat sich der Name von Pfarrfrauendienst in Pfarrfrauenvertretung geändert. Geblieben ist, dass diese Arbeit von Pfarrfrauen für Pfarrfrauen geschieht und das alle Arbeit ehrenamtlich geleistet wird. Alle Angebote dienen dem Austausch von Erfahrungen und Informationen. Sie bieten Begleitung, geistliche Impulse und vertrauliche Gespräche.

Die Pfarrfrauenvertretung hat sich zur Aufgabe gemacht, die Stellung der Frau und der Familie des Pfarrers in Kirche und Gesellschaft zeitgerecht zu durchdenken, ihre Situation, deren Herausforderungen, Chancen und Belastungen zur Sprache zu bringen und Verständnis für unterschiedliche Lebensgestaltungen zu wecken. Dieses geschieht heute zum großen Teil in der Tagungsarbeit. Die Pfarrfrauenvertretung bietet im Herbst eine Tagung mit Kinderbetreuung an. Hier haben nicht nur die Frauen Gelegenheit sich näher kennen zulernen und auszutauschen, sondern auch die Kinder der Pfarrfamilie. 10 bis 15 Frauen nehmen an dieser Tagung teil und im Schnitt bringt jede Frau 3 Kinder mit. Einmal im Jahr besteht die Möglichkeit sich beim Abendschoppen zu treffen. Am Nachmittag gibt es ein kulturelles Thema und am Abend die Möglichkeit zum geselligen Beisammensein. Die alljährliche Tagung im Winter ist mit 20 Teilnehmerinnen schnell ausgebucht. Je nach Möglichkeit des Tagungshauses und der Referentin kann die Teilnehmerzahl aufgestockt werden. Die Pfarrfrauenvertretung möchte mit ihrer Arbeit zum Gelingen des Lebens im Pfarrhaus, der Gemeinde und der Landeskirche beitragen. Dazu dienen die Angebote.

1947 - 2007 das sind 60 lebendige Jahre Pfarrfrauenarbeit. Wie gut und wichtig diese Arbeit für einzelne Frauen war und ist, lässt sich nicht dokumentieren. Erleben und erfahren kann es nur die Frau eines Pfarrers, die mit dabei ist.

 

Annegret Kopkow